((FLX1.BMP, BU: Ein Bildschirm voller Flexnet-Applikationen)) PC-Flexnet und TCP/IP unter Windows 95 Eine Frage der Konfiguration Betreiben Sie Packet Radio unter MS-DOS? Nutzen Sie ein Baycom-Modem fr 1200 oder 9600 Baud, eine DSP-Karte oder Ihre Soundkarte, um in PR qrv zu sein? M”chten Sie Ihre altbackene PR-Umgebung etwas aufpeppen und zugleich Neues ausprobieren? Falls Sie die Fragen mit einem klaren "Ja" beantworten, sollten Sie hier weiterlesen. Packet Radio ist die Betriebsart, in der noch berwiegend unter MSDOS gearbeitet wird. Verbreitete Programme wie SP werkeln meist im Textmodus und bieten dem Anwender vielf„ltige Funktionen. Mit Graphik Packet -- oder kurz GP -- verfgt der OM auch unter DOS ber eine grafische Benutzeroberfl„che und Mausbedienung. Unter Windows waren in der Vergangenheit vor allem die Benutzer von TNCs bevorzugt: Hier existieren mehrere komfortable Programme (WinGT, WinPR, VisualPacket u.a.), die als Packet Radio Terminals unter Windows 3.1 oder Windows 95 den Dienst zuverl„ssig verrichten. Nachteilig ist jedoch, daá diese Applikationen auf einen TNC angewiesen sind. Freunde der weit verbreiteten Baycom-Modems, beispielsweise das serielle 1200-Baud-Modem mit dem TCM3105-Chip, das PAR96 oder die clevere Alternative PICPAR muáten bisher leider auf den Windows-Komfort verzichten. Diese Anwender sind auf spezielle AX.25-Treiber wie z.B. L2, TFPCX und andere angewiesen - oder haben sich auf PC-Flexnet fokussiert. Letzteres arbeitet unter DOS mit jedem der genannten Modems zusammen, zudem ist PR auch ber die Soundkarte [siehe funk 5/97] oder via verschiedener DSP-Boards realisiert [siehe funk 5/96]. Schon seit einiger Zeit stehen die wichtigsten Flexnet-Module in einer neuen Version 3.3f fr DOS und Win95 in der Mailbox zum Download bereit. Der Clou dabei ist, daá die selben Module, unter DOS geladen, sich nach dem Start von Windows 95 den dortigen den Gegebenheiten des Real- oder Protected Mode flexibel anpassen. Seit den ersten Einspielungen, die etwa ab April 1997 erfolgten, wurden die Module weiter verbessert und gravierende Kinderkrankheiten bereinigt. So ist das Erfolgserlebnis, Flexnet unter Windows erfolgreich zu betreiben, im wahrsten Sinne des Wortes (fast) programmiert. Windows - doch wozu? Sicher werden jetzt einige Yls oder OMs aus der verschworenen DOS-Gemeinde zu Recht fragen, welche Vorteile der Packet Radio-Betrieb unter Windows 95 denn bringt. Nun, der sicher offenkundigste Vorteil ist, daá der PC nicht allein durch Packet Radio belegt, sprich: blockiert ist. Ganz nebenbei kann ein Logbuchprogramm, ein Programm zum Tracking von Satelliten oder auch nur die Textverarbeitung laufen. Auch anders herum wird ein Schuh daraus: Legt man die Hauptt„tigkeit auf die Textverarbeitung, so ist es m”glich, w„hrend der Arbeit am PC nebenbei die PR-Aktivit„ten des lokalen Digipeaters zu berwachen. Nicht nur Sysops werden es begráen, daá man ber die Einstellungen des Schriftgrads die Proportionen der Dosbox auf dem Desktop regulieren kann. So belegt SP oder das Baycom Terminal (BCT) nur einen kleinen Teil der Windows-Benutzeroberfl„che. Unter GP funktioniert das nicht, denn als Programm im Grafikmodus kann GP nicht im DOS-Fenster laufen. GP funktioniert unter Windows daher nur im Vollbildmodus, von anderen Anwendungen ist dann nichts zu sehen. Die genannten Vorteile allein wrden sicher die enorme Entwicklungsarbeit der Programmierer-Crew nicht rechtfertigen. Ein weiterer Punkt kommt hinzu: Vielleicht haben Sie auf Ihrem Digipeater schon die TCI/IP-Pakete gesehen. Viele Packeteers haben die Vorteile der TCP/IP-Protokoll-Familie seit geraumer Zeit erkannt und nutzen diese unter AX.25 fr verschiedene Anwendungen. Angesichts der Tatsache, daá Winï95 und viele darauf aufsetzende Internet-Applikationen wie beispielsweise HTML-Browser, Telnet oder FTP-Clients genau ber die vom OM gewnschten Leistungsmerkmale von Haus aus verfgen (und sich TCP/IP bedienen), bietet sich der Betrieb von PR unter Winï95 fr diejenigen YLs und OMs geradezu an, die mit TCP/IP qrv sein m”chten. Und richtig, zu Flexnet existieren einige Module und Treiber, die es gestatten, mit einem Internet-Browser (zum Anschauen von Informationen und Dokumenten), einem FTP-Client(zum Austausch von Dateien) oder Telnet (zur Bedienung eines entfernten Rechners) auf die AX.25-Ebene zu gelangen und via Packet Radio entfernte Rechner zu kontaktieren, die selbst mit TCI/IP ausgestattet sind. Dabei kann es sich um einen HTTP- oder FTP-Server handeln - oder um den Computer eines befreundeten OM. Die Anzahl derart ausgestatteter Rechner, die via PR zu erreichen sind, ist inzwischen recht groá. An den Standorten so mancher Mailbox ist "nebenbei" ein HTTP-Server oder „hnliches angeschlossen. Auf diese Weise ist ein Netz im Netz entstanden, das rege genutzt wird. Damit ist unter Packet Radio unter anderem das technisch realisiert, was man im Internet das ¯Surfen® nennt. Step by Step anïs Ziel Die folgenden Erl„uterungen schildern Ihnen detailliert, wie Sie mit Ihrem Modem und Flexnet 3.3f unter DOS und Windows qrv werden. Dazu sind drei Schritte notwendig: Das Laden der ben”tigten Module aus der Mailbox, die kombinierte Flexnet-Installation unter DOS und Win95 und - falls gewnscht -- schlieálich die umfangreichere Installation und Konfiguration der Flexnet-Module fr TCP/IP. Doch Achtung: Jeder Schritt baut auf den anderen auf, daher sollten Sie nicht mit der TCP/IP-Installation beginnen, bevor die neuen Flexnet-Version unter DOS und Win95 korrekt ausgefhrt werden und voll funktionsf„hig sind! Diejenigen, die mit TCP/IP nichts am Hut haben, beschr„nken sich auf die ersten Installationspunkte. Get it now! Falls Sie in Packet Radio qrv sind, wird Ihnen das Laden der ben”tigten Dateien sicher nicht schwer fallen. In den lokalen Mailboxen finden Sie das Gesuchte in der Rubrik ¯Flexnet® oder auf einem EL-Server, im Filesurf oder wie es immer heiáen mag. Sind Sie nicht "digital" in der Luft, m”chten aber neu einsteigen, findet sich bestimmt ein hilfreicher OM, dem Sie die folgende Wunschliste mit auf den Weg geben: ((Kasten Flexnet-Module (Word-Tabelle) )) Ben”tigte Flexnet-Module PCF.LZH PC-Flexnet Kernmodule Flex95.LZH Flexnet Module fr Win95 FlexIP95.LZH Datei nur laden, wenn TCP/IP gewnscht TFEMU.LZH Firmware-Emulation fr SP, GP etc. BCT 1.6 Baycom Terminal, klein, schnell Dummy.LZH Dummy-Treiber Von den folgenden Modemtreibern ben”tigen Sie nur den zu Ihrem Modem passenden Treiber: SER12.LZH nur bei Baycom seriellem 1200 Baud Modem KISS.LZH nur fr TNC PAR96.LZH fr Baycom PAR96 und PicPAR DSKC28.LZH fr Texas DSK Kit mit C26-DSP DSKC50.LZH fr Texas DSK Kit mit C50-DSP SM_WIN95.LZH fr Soundblaste-Karte Tabelle 1: Flexnet-Module ((Kasten Ende)) Sind alle Dateien beisammen, fertigen Sie sich zur Sicherheit eine Diskettenkopie an. Kopieren Sie anschlieáend alle Dateien in das Verzeichnis \Flexnet Ihrer Festplatte. Zum Auspacken der Dateien ben”tigen Sie LHA.EXE, daá sich im Fundus jedes OM befinden sollte. Einige wenige Dateien k”nnen auch geZIPt sein, also sollte auch PKUNZIP nicht weit sein. LHA verwenden Sie wie folgt: LHA x *.LZH LHA entpackt nun die Dateien und legt sie im selben Verzeichnis (\Flexnet) ab. Sollten ZIP-Dateien im Verzeichnis vorhanden sein, starten Sie mit PKUNZIP *.ZIP Nachdem alle Dateien entpackt sind, ist es ratsam die gepackten Dateien l”schen, um Platz auf der Festplatte zu sparen: del *.zip del *.lzh Ungew”hnlich: Erst unter DOS... Ist der Vorg„nger PC-Flexnet 3.3e schon installiert, „ndert sich an der bestehenden Batchdatei zum Laden von Flexnet nichts. Starten Sie Flexnet wie gewohnt, es sollte unter DOS anstandslos den Betrieb aufnehmen. Flexnet-Novizen haben erst einige Vorarbeit zu leisten: Sie besteht vor allem darin, die Flexnet-Module in der richtigen Reihenfolge zu laden und den zum Modem passenden Treiber einzubinden. Diese Batchdatei ist auch sp„ter fr die Installation unter Windows sehr ntzlich. Damit es einfach wird, hier eine reichlich kommentierte F.Bat: rem Batch-Datei F.BAT zum Laden von PC-Flexnet 3.3f unter DOS rem ohne Ver„nderung l„uft diese BAT mit Baycom seriellem Modem rem mit 1k2 @echo off lh flexnet if errorlevel 1 goto exit rem Nun werden die zum Modem passenden Treiber geladen rem In den entsprechende Zeilen "rem" entfernen rem Der erste Modemtreiber wird Kanal 0 zugeordnet rem Der zweite erh„lt die Nummer 1 usw. rem Ser12-Treiber laden lh ser12 2 if errorlevel 1 goto exit rem TNCs werden im Kiss-Mode betrieben, hier an COM2: rem KISS 2 rem if errorlevel 1 goto exit rem Baycom PAR96 oder PICPAR auf LPT1 rem PAR96 1 rem if errorlevel 1 goto exit rem ... rem eventuell weitere Modemtreiber hier hinein rem jetzt kommt wieder ein Flexnet-Modul flex if errorlevel 1 goto exit rem Baudrate fr Kanal Null (= 1. Modemtreiber) einstellen FSET MODE 0 1200 rem Jetzt TXDelay fr Kanal Null bestimmen: 18 entspricht 180 ms fset txd 0 18 rem ------ hier schneiden --- hier schneiden ------------ rem ------ Fr Windows: LOAFDFLE.BAT bis hierhin -------- rem ------ das folgende nur unter DOS starten -------- rem TFEMU wird fr SP, GP ben”tigt, jedoch nicht fr BCT rem tfemu rem Baycom Terminal laden (oder anderes) bct :exit flex /u Weitere Infos zu den Modemtreibern, insbesondere zu deren Parametern lesen Sie in den betreffenden DOC-Dateien, die im Verzeichnis \Flexnet abgelegt sind. Starten Sie nun Flexnet. Auf dem Bildschirm erscheinen die Meldungen der einzelnen Module, dann schlieálich BCT oder Ihr geliebtes Terminalprogramm. Benutzen Sie nur ein mit PR getestetes Funkger„t, um m”gliche Fehler, die nicht in der Software liegen, von vorn herein auszuschlieáen. Klappt die Verbindung zum Digipeater auf Anhieb, fahren Sie mit der Installation unter Windowsï95 fort. Sehen Sie allerdings keine Pakete im Monitorfenster oder erhalten kein Connect zum Digipeater, prfen Sie die F.BAT auf Konfigurationsfehler (Falsche Baudrate oder Parameter). Ein Faux-Pas kann auch in der Parameterdatei Ihres Terminalprogrammes (z.B: bei BCT die INIT.BCT) liegen. Die in der LOADFLEX.BAT unter FSET aufgefhrte Baudrate muá mit der aus der Parameterdatei des Terminals bereinstimmen! ...und dann folgt Winï95 Nachdem Sie die DOS-Installation - einen korrekt installierten PC mit "sauberen" Schnittstellen und ohne Ger„tekonflikte (prfen!) vorausgesetzt - zgig erledigt haben, wenden wir uns unter Nutzung der bereits geschaffenen Batchdatei der Konfiguration unter Windows 95 zu. Das Laden der Flexnet-Module geschieht teils unter DOS, teils unter Windows in der Dosbox. Dem aufmerksamen Leser wird die ¯Schnittstelle® in der F.BAT aufgefallen sein, dessen oberer Teil unter DOS, der weitere Part unter Windows geladen wird. Kopieren Sie nun die F.BAT zu LOADFLEX.BAT (copy F.BAT LOADFLEX.BAT) und l”schen in der LOADFLEX.BAT den Teil unterhalb der Markierung. Speichern Sie LOADFLEX.BAT und rufen dann die AUTOEXEC.BAT auf. Fgen Sie als letzte Zeile @CALL LOADFLEX.BAT hinzu und vervollst„ndigen die Path-Anweisung mit dem Flexnet-Verzeichnis, damit alle Module aus jedem Verzeichnis her zug„nglich sind. Nachdem Sie die Datei gesichert haben, k”nnen Sie nun Windows 95 neu booten. Wiederum erscheinen die Meldungen der Flexnet-Module auf dem Schirm, die Sie soweit wie m”glich verfolgen und prfen sollten. Automatisch wird zudem ein 32-Bit virtueller Treiber Flexnet.VXD geladen. Schlieálich erscheint die gewohnte Windows-Benutzeroberfl„che und - ganz neu - das Flexnet Control-Center mit dem auff„lligen Regenbogen-Logo. (FCC.BMP)) BU: Das Flexnet Control Center erscheint beim Windows-Start nur kurz auf dem Bildschirm Es zeigt sich leider nur fr ein paar Sekunden auf dem Schirm und terminiert selbstt„tig. Doch beachten Sie das kleine Flexnet-Symbol neben der Uhr in der Taskleiste: Klicken Sie es einmal mit der linken Maustaste an, und das Flexnet Control Center (FCC) steht zu Diensten! ((Rainbow1.bmp)) BU: Der Regenbogen startet das Flexnet Control Center. Diese Dienste wollen wir nun in Anspruch nehmen, um die bisherige Installation zu prfen. Klicken Sie im FCC auf ¯Tools® und im nun erscheinenden Men auf ®Parameters®. ((para.bmp)) BU: Hier prfen Sie die Konfiguration. Beginnend bei Null, belegt jedes Modem einen ¯Kanal® Das kleine Programm zeigt die aktuellen Parameter aller installierten Kan„le mit Baudrate und TX-Delay, die in der LOADFLEX.BAT geladen und mit dem Kommando FSET eingestellt wurden. PC-Flexnet untersttzt also den Betrieb ber mehrere Modems zugleich, allerdings werden dazu auch mehrere Funkger„te ben”tigt. Sind die Angaben einwandfrei, ”ffnen Sie das Trace-Fenster - klicken Sie dazu in ¯Tools® auf den Eintrag ¯Trace®. Mit etwas Glck sehen Sie dort bereits die ersten empfangenen Pakete, sofern TRX und Modem unter Saft stehen. ((Trace.BMP)) BU: Flexnet Trace informiert ber die auf dem Digi laufenden Aktivit„ten Sie k”nnen das FCC nun wieder schlieáen, die weiteren Dienste ben”tigen wir erst in einem folgenden Schritt. Ein groáes Stck Arbeit ist bereits getan, andererseits kein Grund zum Ausruhen. Jetzt geht es daran, das PR-Terminal zu starten. Mit BCT haben wir besonders wenig Arbeit: Starten Sie eine Dosbox (Startmen, ->Programme, -> MS-DOS-Eingabeaufforderung) und tippen in den schwarzen Kasten ¯BCT¯ ein. Nach ¯Return® erscheint das Programm auf dem Bildschirm und nichts h„lt Sie davon ab, Ihren lokalen Digi wie gewohnt zu connecten. Komfortabler geht's mit der Maus: Dazu erstellen Sie fr BCT auf dem Desktop eine Verknpfung. Mit einem Mausklick sind Sie nun in PR qrv, die Dosbox ”ffnet selbst„ndig. Eventuell mssen Sie die Eigenschaften der BCT-Verknpfung etwas anpassen, damit die Darstellung Ihren Wnschen entspricht. Verlassen Sie BCT, werkelt Flexnet im Untergrund fleiáig weiter und st”rt auf der Benutzeroberfl„che nicht. Jederzeit k”nnen Sie BCT nun starten, denn FCC und die darunterliegenden Module warten nur darauf. Interessiert die aktuelle Belastung des Digis, starten Sie erst das FCC aus der Taskleiste und klicken im Men ¯Tools® auf ¯Trace®. FCC sollten Sie nicht beenden, denn sonst terminiert es mit L”schen aller Module aus dem Speicher. Besser ist es, auf ¯Hide® zu klicken, damit FCC auf dem Bildschirm kein Platz wegnimmt, doch zugleich als Prozess weiterhin t„tig ist. Wer SP, GP oder anderen Programme verwenden m”chte, legt sich eine kleine Batch-Datei an, die zuerst TFEMU und dann GP oder SP startet: rem GP-Batch fr Windows TFEMU GP286 Beide Programme geh”ren zusammen und laufen gemeinsam in einer Dosbox. Erzeugen Sie auch hier ein Symbol fr das Desktop, indem Sie eine Verknpfung auf die Batchdatei (z.B. GP.BAT) erstellen. So k”nnen Sie GP bequem mit der Maus starten. (Wer mit dem Erstellen einer Verknpfung unter Windows Probleme hat, erh„lt in der Windows-Hilfe sicher Rat und Anleitung). ((FLX3.BMP)) BU: šber die Symbole des Desktops l„át sich jedes TCP/IP-Programm komfortabel starten Die Installation von PC-Flexnet ist fr diejenigen, die keine Absichten hinsichtlich TCP/IP hegen, damit abgeschlossen. Sie besitzen mit PC-Flexnet 3.3f eine Installation, die jederzeit ausbauf„hig ist, etwa, um Flexnet-Benutzer ber ein Netzwerk anzubinden, in TCP/IP einzusteigen oder die neuen Flx95-Soundkarten-Treiber anstelle Ihres TNCïs oder Modems auszuprobieren. In Zukunft wird es 32-Bit Applikationen unter Windows geben, die auf Flexnet aufsetzen und langfristig sicherlich BCT, SP oder GP verdr„ngen werden. Und nun: TCP/IP Bevor Sie an die gewiá nicht ganz simple Installation der TCP/IP-Komponenten gehen, sollten Sie erst in Ruhe eine Tasse Kaffe oder Tee trinken und Packet Radio unter Windows genieáen. L„uft es stabil? Gibt es Probleme, zum Beispiel mit einem der Treiber oder der seriellen Schnittstelle? Es war nicht zu erwarten, doch kann es in einzelnen F„llen, abh„ngig von der lokalen Konfiguration, durchaus einmal dazu kommen. Das bedeutet im Klartext: Kmmern Sie sich nicht um TCP/IP, solange Flexnet unter Windows nicht stabil l„uft! Das Sie gerade in PR qrv sind, fragen Sie doch Ihren lokalen Subnetzkoordinator nach einer eigenen TCP/IP-Nummer. Wie Ihnen sicher bekannt ist, werden die TCP/IP-Nummern -- sie identifizieren jeden Rechner (oder jedes Subnetz) wie ein Autokennzeichen -- koordiniert vergeben. Neben Ihrer eigenen TCP/IP-Nummer ben”tigen Sie weitere Informationen, die Sie vorab in Erfahrung bringen: * TCP/IP-Nummer und Rufzeichen des n„chsten Servers, vorzugsweise ein naher Digipeater (Beispiel: 44.130.144.1, DB0NOS, Adresse: DB0NOS.ampr.org) * TCP/IP-Nummer und Rufzeichen des n„chsten DNS-Servers. Dieser ist meist mit dem obigen Rechner identisch, hat jedoch in der Regel eine eigene TCP/IP-Nummer (Beispiel: 44.130.144.2, DB0NOS, Adresse: DB0NOS.ampr.org) Fr TCP/IP h„lt Flexnet alle n”tigen Module in der Datei FLEX95IP.LZH vor. Der erste Schritt besteht nun darin, einen neuen Netzwerk-Kartentreiber zu installieren. Sicherlich werden einige erfahrene Leser protestieren: Denn entweder es ist gar keine Netzwerkkarte im Rechner vorhanden, also auch kein Treiber notwendig, oder aber, eine Karte ist bereits installiert und funktioniert perfekt. Doch berlegen wir, wie man das Flexnet, das unter DOS die AX.25-Pakete entgegennimmt, mit den h”heren Funktionen wie TCP/IP unter Windows koppeln kann. Da TCP/IP die Daten von dem Netzwerk-Kartentreiber erh„lt und diesen in anderer Richtung mit Daten fttert, liegt es nahe, ein Programm zu schreiben, was sich zum Netzwerk unter Windows wie ein Kartentreiber verh„lt, auf der anderen Seite jedoch mit den Flexnet-Modulen unter DOS korrespondiert. Und genau das haben die Entwickler getan. Die Installation geschieht daher wie bei einer neu einzurichtenden Netzwerkkarte, ohne jedoch wirklich eine (zus„tzliche) Karte in den Rechner einzubauen. ™ffnen Sie im Startmen die Systemsteuerung und dort das Netzwerk. Klicken Sie auf ¯Hinzufgen® und w„hlen die Netzwerkkomponente ¯Netzwerkkarte® aus. ((netzwk.bmp)) BU: Installation einer Netzwerkkarte Ist diese blau markiert, bet„tigen Sie die Schaltfl„che ¯Hinzufgen®. Auf dem Bildschirm erscheint der Dialog zur Auswahl der Netzwerkkarte. Klicken Sie auf den Button ¯Diskette® und im folgenden Dialog auf ¯Durchsuchen®. Wir befinden uns jetzt im Dialog ¯™ffnen®, um das Flexnet-Verzeichnis zu suchen. Im genannten Verzeichnis befindet sich die Datei ipa.inf, die eine wichtige Funktion bei der Installation erfllt. ((netzwk2.bmp)) Die Datei ipax.inf steuert die Installation Klicken Sie auf ¯OK®, wenn Ihr Dialog der Abbildung x (( Nummer einfgen, netzwerk2.bmp)) entspricht. Verlassen Sie den Dialog ¯Von Diskette einfgen® ebenfalls mit OK, denn das Verzeichnis ist jetzt korrekt eingetragen. Sie gelangen zum Dialog ¯Netzwerkkarte ausw„hlen®, der die neuen Netzwerkkarte ¯FlexNet IP->AX.25® zeigt. Nach Verlassen des Dialoges mit ¯OK® kopiert Windows die Dateien und fgt die vermeintliche Karte in die bestehende Konfiguration ein. Falls IPX oder TCP/IP schon installiert waren, erzeugt Windows automatisch die entsprechenden Bindungen zu der neuen "Karte". Doch dazu sp„ter mehr Information. Nun wird - so noch nicht geschehen -- TCP/IP von der Windowsï95-CD installiert. Klicken Sie im Dialog ¯Netzwerk® wieder ¯Hinzufgen®, ¯Protokoll® ¯Hinzufgen® an und w„hlen aus der Herstellerliste ¯Microsoft® und schlieálich den Eintrag ¯TCI/IP® aus. Nach Ihrem OK kopiert Windows die Dateien von der CD auf die Festplatte und fordert schlieálich zum Neustart des Rechners auf. Flexnet h„ngt nun eine evtl. bestehende Netzwerkkarte von System ab. Nach dem Start fhrt Ihr erster Weg wiederum zur Netzwerkkonfiguration. Dort finden sich nun die Eintr„ge ¯FlexNet IP->AX.25® fr den Kartentreiber und ¯TCP/IP -> FlexNet IP.AX25® fr das TCP/IP-Protokoll. Klicken Sie zuerst auf den Kartentreiber ¯TCP/IP -> FlexNet IP.AX25®, so daá dieser blau markiert ist und rufen die ¯Eigenschaften® auf. ((netzwk3.bmp)) BU: L”schen Sie alle Bindung mit Ausnahme von ¯TCP/IP->FlexNet IP->AX.25® Unter ¯Bindungen® l”schen Sie eventuelle Eintr„ge zu NetBEUI durch Entfernen des H„kchens und verlassen den Dialog. Nun markieren Sie den Eintrag fr TCP/IP (¯TCP/IP -> FlexNet IP.AX25®) und rufen auch dort die Eigenschaften auf, um wesentliche Eintragungen des Protokolls vorzunehmen. ((IPCFG.BMP)) BU: Hier tragen Sie die eigene TCP/IP-Nummer und Subnet-Mask ein. Sehr wichtig ist die Angabe Ihrer eigenen TCP/IP-Nummer auf dem Register ¯IP-Adresse®. In der Abbildung x ((Nummer Einfgen, ipcfg.bmp)) sehen Sie im oberen Eingabefeld ein Beispiel fr die eigene Adresse, darunter die Subnet-Mask. Nur letztere bernehmen bitte unver„ndert. Klicken Sie nun auf das Register ¯Bindungen® und entfernen die H„kchen vor allen angezeigten Clients. ((Netzwk4.bmp)) BU: Fr Flexnet sind keinerlei Bindungen vonn”ten Nun W„hlen Sie den Dialog ¯DNS-Konfiguration®. Windows quittiert dies mit der Fehlermeldung "Es wurde kein Treiber fr die Bindungen gew„hlt. M”chten Sie einen Treiber w„hlen". Bet„tigen Sie hier die Schaltfl„che ¯Nein®. Aktivieren Sie nun DNS und tragen als Hostname Ihr Rufzeichen ein. Das Feld Dom„ne bleibt frei. Unter ¯Suchreihenfolge fr DNS-Server® tragen Sie die Adresse des n„chsten DNS-Servers ein und quittieren mit einem Klick auf ¯Hinzufgen®. Unter ¯Suchreihenfolge fr Dom„nensuffix® geben Sie ampr.org ein und quittieren gleichfalls, um die Information in die darunter angeordnete Liste zu bernehmen. Auf Ihrem Bildschirm sieht es nun etwa so aus: ((netzwk5.bmp)) Geben Sie DNS-Server und Dom„nensuffix ein. Der letzte Eintrag betrifft das Register ¯Gateway®. In das Eingabefeld ¯Neuer Gateway® tragen Sie die IP-Nummer des TCP/IP-Servers (nicht des DNS-Servers!) ein und bernehmen den Neueintrag in die Liste installierter Gateways. ((netzwk6.bmp)) Der Gateway-Eintrag ist fr das Routen der IP-Pakete relevant Das war ein Stck harte Arbeit! Verlassen Sie nun die Netzwerkkonfiguration und starten den PC neu. In der Zwischenzeit sollen Sie etwas ber DNS-Server erfahren: Wenn Sie via TCP/IP einen entfernten Computer connecten, mssen Sie dessen Adresse kennen. Das ist bei einem Brief oder einer E-Mail ebenso. Anstatt der langen, durch Punkte getrennten IP-Nummern wie zum Beispiel 44.130.149.1 ist eine IP-Adressen nach der Art DB0BRI.ampr.org einiges lesbarer und man ahnt eher, um welchen Rechner es sich handelt. Wenn Sie nun eine der lesbaren IP-Adressen verwenden, muá es ein Programm geben, das diese in die Ziffernkolonnen umsetzt, da der Rechner - der Name sagt es schon - mit Ziffern an besten zurecht kommt. Das macht aber nicht Ihr lokaler PC, denn sonst máten Sie viele tausend IP-Adressen selbst pflegen, daher hat man diese Aufgabe dem DNS-Server bertragen. Die DNS-Konfiguration, die Sie in der Systemsteuerung bereits erledigt haben, ist also eine wichtige Grundlage, um sp„ter komfortabel "surfen" zu k”nnen. Ihr PC wird inzwischen gestartet sein und so geht es weiter, denn einige Eintr„ge stehen noch aus. Woher soll Flexnet beispielsweise wissen, auf welchem Weg, also ber welche Digis ein bestimmter TCP/IP-Server erreicht wird? Diese Informationen erteilen wir Flexnet ber das Flexnet Control Center. Starten Sie das FCC aus der Taskleiste durch einen Klick auf den Regenbogen. Im Men ¯Tools® prfen Sie erst die Parameter. Sie diese in Ordnung, starten Sie im selben Men ¯AX.25 Routes®. ((axrout.BMP)) BU: AX.25 Routes weiá den Weg zum Digi und lernt immer dazu Sie mssen lediglich einen Pfad vorgeben, den zu Ihrem n„chstgelegenen TCP/IP-Server, andere Pfade lernt das Programm automatisch, zum Beispiel durch Connects anderer Stationen. Ihr Einstieg sei zum Beispiel bei DB0HSO und der Pfad verl„uft ber DB0YAB, DB0NOS nach DB0NOS-10 als TCP/IP-Server, sieht der Eintrag einer neuen Route wie folgt aus: ((netzwk7.bmp)) BU: Der Pfad von Soest nach Oerlinghausen aus Verlassen Sie ¯AX.25 Routes® und starten ¯AX.25 Tree View®. Hier prfen Sie die Richtigkeit Ihrer Eintragung. Mit Drag und Drop k”nnen Sie Pfade ver„ndern, um sie einem neuen Standort oder einem ge„nderten Einstiegsdigi anzupassen. ((axtree.bmp)) BU: AX.25 Tree View zeigt die AX.25 Pfade als Baum ((IPROUT.BMP)) BU: Mit IP Routes verknpfen Sie die IP-Nummer mit einem Rufzeichen. Darber hinaus fhrt das Programm eine Statistik, die oft ntzlich ist: Hier erfahren Sie, ob ein Server auf Ihre Pakete antwortet Dem letzte Programm aus dem Men ¯Tools® haben bisher keinerlei Beachtung geschenkt. Rufen Sie ¯IP-Routes® auf. Hier teilen Sie Flexnet nicht nur fr Ihren TCP/IP-Server und DNS-Server die IP-Adressen, die Rufzeichen und AX.25-Pfade mit, sondern erhalten im laufenden Betrieb zugleich eine Statistik ber die Menge der empfangenen und gesendeten Daten. In unseren Beispiel sieht der Eintrag fr den TCP/IP-Server so aus: ((netzwk8.bmp)) BU: Der Eintrag verbindet IP-Adresse und Callsign Nun sollten wir in der Lage sein, das erste Programm zu starten, das auf TCP/IP aufsetzt. Dazu reicht das kleine Programm PING.EXE, das Microsoft freundlicherweise mit seinem Windows 95 ausliefert. ™ffnen Sie eine Dosbox und tippen Sie: ping -w 60000 44.130.144.1 Statt der 44.130.144.1 sollten Sie besser die IP-Nummer Ihres n„chsten TCP/IP-Digis verwenden, dann dauert es nicht so lange, bis dieser antwortet. Ping sendet ein paar IP-Pakete an den Empf„nger, der diese echot. Ping prft, ob der Server im Netz online ist und miát die Laufzeit der Pakete. Mit der Angabe -w 60000 wartet Ping 60 Sekunden auf Antwort. Erhalten Sie nach einigen Sekunden Antwort auf Ihre Pakete, gratulieren Redaktion und Autor recht herzlich! Falls es schief geht: Nicht verzagen, es handelt sich meist nur um Kleinigkeiten, die das System ins Wanken bringt - also: Try Again. Auf der Zielgeraden: Anwendungen zu TCP/IP Zum guten Schluá noch ein kurzer Blick auf die nun m”glichen Anwendungen: An erster Stelle ist Telnet zu nennen. Damit steuert man einen Rechner fern, kann diesen also von zuhause aus so bedienen, als s„áe man direkt an der Konsole. Windows 95 verfgt ber einen kleinen Telnet-Client, der fr erste Tests v”llig ausreicht. Verbinden Sie sich via Telnet mit Ihrem TCP/IP-Server, nach einem Login mit ¯guest® ist es nun m”glich, Anwendungen zu starten oder mit einem weiteren Telnet-Befehl entfernte Server zu erreichen. Was genau m”glich ist, h„ngt von jeweiligen Server ab. FPT dient zur šbertragung von Dateien. Dazu ben”tigen Sie nicht unbedingt ein eigenes FTP-Programm, sondern k”nnen meist FTP auf den n„chsten TCP/IP-Server starten. Tip: Nach Aufforderung zum Login geben Sie "anonymous" ein, um Zugriff auf den FTP-Server zu erhalten. HTML-Browser wie Netscape oder der Internet Explorer sind fr das World Wide Web geschaffen und zeigen Informationen von sogenannten HTTP-Servern an. Auch in der PR-Szene gibt es schon eine stattliche Anzahl HTTP-Server. Starten Sie Netscape oder den Internet Exp”orer und geben die IP-Adresse Ihres n„chsten Servers ein, am Beispiel Ostwestfalen sieht das so aus: http://db0nos.ampr.org oder alternativ die IP-Nummer http://44.130.144.1 Warten Sie, was passiert: Ist ein HTTP-Server verfgbar und online, erscheint nach einiger Zeit das erste Begráungsbild. šber die Hypertext-Links rufen Sie nun weitere Informationen ab. Die Bedienung geschieht bequem mit der Maus. Zum Schluá: Ein paar Tips Damit ist das Klassenziel erreicht und Sie sind nun in der Lage, das Netz zu durchst”bern. Dazu wnschen wir viel Vergngen. Noch eine Anmerkung zum Schluá: Versuchen Sie besser nicht, mit nur 1200 Baud einen HTTP-Server zu connecten: Die eigene Erfahrung zeigt, das es zwar technisch m”glich ist, aber unendlich lange dauert, bis Resultate auf dem Bildschirm sichtbar sind. Falls Sie mit 9600 Baud qrv sind und mit einem Browser arbeiten m”chten: Beschr„nken Sie Ihre Aktivit„ten im Sinne aller (und auch in Ihrem Interesse) auf Zeiten, in denen es auf Ihrem Digipeater sehr ruhig zugeht. Es helfen 9600 Baud nicht eben viel, wenn man sich diese mit dreiáig anderen Benutzern teilt. Das Protokoll erzeugt sehr viel "Traffic" auf dem Kanal. Anders ist es bei Telnet, das im Textmodus arbeitet. Es sieht zwar nicht so sch”n aus, ist aber viel effizienter und schneller. Bleiben spezielle Fragen unbeantwortet, geben die Einspielungen der Rubrik ¯Flexnet® sicher weitere Hilfestellung.