Die Hardware zum Empfang der IR-Befehle und zur Weiterleitung an die RS232-Buchse des AR5000 ist von der Funktion vorgegeben und weist keine Besonderheiten auf. Um den Prozessor herum sind die üblichen Bauelemente zum Reset und für den Prozessortakt angeordnet. Links ist die Beschaltung der seriellen Schnittstelle in Richtung AR5000 zu sehen. Mit der üblichen Beschaltung wird mit einem MAX232 ein echter RS232-Pegel erzeugt. Als IR-Empf„nger fr 36kHz dient das Dreibein-IC SHF506-36 von Siemens, es enthält eine IR-Empfangsdiode samt Demodulator und TTL-kompatiblem Ausgang, der direkt mit dem Interrupteingang Int0 des Prozessor AT89C4051 verbunden wird. Das LC-Display dient nicht nur während der Testphase zur Information empfangener Bytes, sondern macht auch fr den ständigen Betrieb durchaus Sinn, beispielsweise während einer Frequenzeingabe. Zudem zeigt es ganz rechts im Display Subaddress und Kommandobyte an.
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| Die Schaltung besheht aus wenigen Bauteilen: Prozessor, RS232, LCD. |
| Das Layout ist so gestaltet, daá die Platine ohne Kabel direkt auf die Sub-D-Buchse des AR5000 passt |
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| Bestückungsplan: Einige wenige Drahtbrücken ließen sich nicht vermeiden, als Prozessor ist entgegen der Angabe ein programmierter 89C4051 einzusetzen
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Vor dem Aufbau: Ein Wort zur Software
Die wichtigste Aufgabe des Programmes besteht darin, auf Befehle der Infrarot-Fernbedienung zu warten, diese auszuwerten und schlieálich gültige Kommandos an den Empfänger zu senden. Eine wichtige Bedeutung kommt dabei der Funktion "Receiverc5" zu:
Receiverc5: 'interrupt routine
Disable Interrupts
Getrc5(subaddress , Command)
New = 1
Return
Empfängt das IC SHF506-36 ein beliebiges Infrarot-Kommando, so gibt es die Information als serielle TTL-Pegel ungepuffert an den Prozessor weiter. Mit der ersten fallenden Flanke tritt ein Interrupt am Port Int0 des Prozessors auf, der daraufhin die oben abgebildete Interruptroutine abarbeitet. Darin wird die Funktion Getrc5 aufgerufen, die das Kommando vom SHF506-36 liest und die empfangenen Bytes in die Variablen Subaddress und Command ablegt. Diese wird vom Compiler zur Verfügung gestellt, was die Programmierung entscheidend vereinfacht.
Tippt der Anwender z.B. auf der Fernbedienung die Ziffernfolge "145600" und eine Taste für [enter], so sorgt das Programm dafür, daá daraus das für den AR5000 gültige Kommando "RF0145600000" geformt wird, denn dieser erwartet die Frequenz als zehnstellige Ziffernfolge ausgedrückt in Hertz! Folgende Funktionen sind bereits ber die IR-Fernsteuerung realisiert:
- Ein- bzw. Ausschalten des Gerätes
- Lautstärkeregelung, lauter/leiser
- Mute-Funktion (Lautstärke an/aus)
- Frequenzeingabe in kHz
- Korrekturtaste für Falscheingabe (löscht letzten Tastendruck)
- Wahl der Betriebsart AM, FM, USB und LSB
- Einstellung der Filterbandbreite
- Einschalten der Funktion AUTO, die das Gerät nach einem internen, festen Bandplan auf zur Frequenz passende Empfangsparameter einstellt
- Freigabetaste für anschlieáende manuelle Bedienung
Die Liste zeigt: Die wichtigsten Funktionen deckt die Fernbedienung bereits ab. Besondere Funktionen, wie beispielsweise das Starten eines Suchlaufs, das Einschalten der AFC (nur bei der Ausführung AR5000+3) und andere selten genutzte Funktionen werden weiterhin am AR5000 selbst vorgenommen.
Änderungen an der Software werden erforderlich, falls Sie weitere Funktionstasten auf der Fernbedienung belegen möchten und in sehr seltenen Fällen sogar dann, wenn eine andere als die hier benutzte Fernbedienung zum Einsatz gelangt. Im letzteren Fall sind die Kommandobytes, die als Konstanten im Kopf des Programmes definiert sind, auf die Befehle der benutzten Fernbedienung anzupassen.
| Konstanten für IR-Kommandos, Kommandos und Kommandobytes der verwendeten Infrarot-Fernbedienung entsprechen dem RC5-Standard
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| Subaddress |
20 |
| Backspace |
35 |
| Laut |
16 |
| Leise |
17 |
| Bandwidth |
48 |
| Mute |
13 |
| Automode |
29 |
| Ex |
34 |
| Poweroff |
12 |
| Digit0 |
43 |
| Digit1 |
2 |
| Digit2 |
2 |
| ... |
... |
| Digit9 |
9 |
| Enter |
58 |
| Fm |
45 |
| Am |
50 |
| Lsb |
53 |
| Usb |
52 |
Das bedeutet, daá mit einer geringen Änderung jede RC5-kompatible IR-Fernbedienung den AR5000 fernsteuern kann. Benutzen Sie wie in diesem Beispiel eine programmierfähige Infrarot-Fernbedienung, sollte sie Ihren AR5000 steuern, nachdem diese auf einen Philips CD-Player eingestellt ist. Falls dies bei Ihrer Universal-Fernbedienung wider Erwarten nicht funktioniert, probieren Sie weitere Philips-CD-Spieler aus, denn Philips nutzt den RC5-Code, den diese Empfangsschaltung "versteht". Damit kommen wir zum Aufbau der kleinen Platine.
Aufbau und Betrieb
Nach dem Ätzen und Bohren der Platine setzen Sie mit dünnem Silberdraht die Brücken ein. Es folgen Widerstände und Kondensatoren, schließlich die Sockel für die IC. Die Anordnung des 9poligen Sub-D-Steckers ist so beschaffen, daá dieser direkt auf die Sub-D-Buchse des AR5000 gesteckt werden kann und dabei SHF506-36 und LCD gut sichtbar über den Rand des AR5000 hinausragen. Montieren Sie den Sub-D-Stecker mit geringem Abstand (etwa 5-10mm) auf die Platine und stellen die Verbindung zwischen Sub-D-Stecker und Platine mittels kurzen Stcken Silberdraht her. Den 10k-Trimmer und die 14polige Buchsenleiste für das LCD müssen Sie nicht bestücken, falls Sie auf eine Anzeige während der Frequenzeingabe und auf die von Subaddress und Kommandobyte keinen besonderen Wert legen.
Wer den Bauteilen ein nettes Gehäuse spendieren möchte, und das Ganze farblich an den AR5000 anzupassen wünscht, montiert den Sub-D-Stecker und das dreibeinige Infrarot-IC in eine geeignete Aussparung des Gehäuses. IR-Empfänger und AR5000 werden dann mit einen handelsüblichen seriellen Kabel (9polig Stecker auf 9polig Buchse, 1:1 verdrahtet) verbunden. Die Spannungsversorgung kann über die rückwärtige ACC2-Buchse des AR5000 erfolgen, da diese 12V mit 50mA bereitstellt. Das reicht für das Platinchen aus, es benötigt nur etwa 30mA. Das ist sehr praktisch und reduziert die Verkabelung, hat jedoch einen entscheidenden Nachteil: Da die ACC2-Buchse bei ausgeschaltetem AR5000 keine Spannung liefert, können Sie per Infrarot den Empfänger zwar aus-, nicht aber wieder einschalten. Letzteres ist nur bei externer Spannungsversorgung gegeben.
Die Welt abseits des AR5000
Mit kleinen Änderungen an der Hard- bzw. Software kann das Bastelprojekt an veränderte Bedingungen flexibel adaptiert werden. Möchte man beispielsweise den KW-Transceiver Kenwood TS-50 per Infrarort bedienen, ist die Software auf die Befehle anzupassen, die das Gerät über seine serielle Schnittstelle erwartet. Das geht ohne viel Aufwand, da das Grundgerüst des Basic-Programmes bereits "steht" und getestet ist. Auf der Platine kann der MAX232 entfallen, da der TS-50 an der auf der Unterseite des Gerätes befindlichen seriellen Schnittstelle gleichfalls mit TTL-Pegel anbietet. Ein Servicemanual sollte man für diese kleine "Operation" jedoch schon zu Rate ziehen, damit kein Unheil entsteht. Wer für den TS-50 bereits die optionale RS232 (Zusatzgerät) geordert hat, benötigt den MAX232-Pegelwandler und lötet ein Adapterkabel, das Sub-D-Stecker der IR-Platine und DIN-Buchse der TS-50-Rs232 miteinander verbindet. Sinngemäß gilt das zuvor gesagte für viele weitere Geräte, die mit einer seriellen Schnittstelle oder CAT ausgestattet sind. Alle Leser sind ausdrücklich aufgefordert, das Basic-Programm den eigenen Wünschen anzupassen.
Ups, Sie lesen ja noch immer!
Download von Dateien zu diesem Projekt
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Platinen und Bausätze
Für dieses Projekt biete ich einen Platinenservice an.
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Copyright Michael Wöste